Realisierungswettbewerb Quartier 8 in Drewitz

2. Preis

Entwurf: Seemann-Torras Architektur 

TGA-Planer: Ingenieurbüro ibs  

Bauphysik: Bauhoch2

 

Leistung: offener zweiphasiger Wettbewerb/ drei 2.Preise , kein erster Preis

Art: Sanierung WBS 70 und Aufstockung/ Neubau

Auslober: ProPotsdam GmbH; Wohnungsgenossenschaft "Karl Marx" Potsdam eG; Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG

 

Planungsgebiet: Gesamtwohnfläche ca. 17.000qm und Hof mit ca. 7.00qm, 270 Wohnungseinheiten 

 

 

Der Wettbewerb zielte auf wirtschaftlich umsetzbare, sozial verträgliche und nachhaltige bauliche Lösungsvorschläge ab, die den Ansprüchen sozialer Wohnungsunternehmen entsprechen. 

Das Quartier 8 ist gezeichnet durch den Gebäudetyp WBS 70, welcher auf eine industrielle Vorfertigung von Betonplatten zurückgeht, die sowohl kostengering als auch in kurzer Zeit montiert werden können.

Das architektonische Prinzip des Entwurfes sieht eine Neuinterpretation von vorgefertigte Bauelementen in Form einer leichten, ökologischen Holzkonstruktion vor, die sich sowohl in der Gestaltung der Grundrisse, der Fassade, des Hofes als auch bei der Aufstockung wiederfinden lassen. 

Neben Regelwohnung, wird ein neuer, barrierefreier Wohnungstyp vorgesehen der im Vergleiche eine wesentlich klarere Raumstruktur aufweist. Herzstück dieses Wohnungstyps ist eine multifunktionale Holzbox, die sowohl Küche und Bad enthält, als auch sämtliche Installationsleitungen integriert. 

Ab der fünften Etage wird straßenseitig eine neue Aufstockung in kleine Baukörper aufgeteilt, so dass der massive Eindruck der Fassade unterbrochen und eine vertikale Ausrichtung geschaffen wird. 

Der Materialwechsel durch die gläsernen Wintergärten stärkt den pavillonartigen Gesamteindruck.

Um den Energiebedarf möglichst gering zu halten, wird die gesamte Gebäudehülle saniert, was Fenster, Balkone, Dächer und Kellerdecken mit einschließt. Auf diese Weise können die Transmissionswärmeverluste im Winter minimiert werden. Damit die Wohnungen den aktuellen KfW-Richtlinien zur energetischen Sanierung entsprechen, wird die gesamte Haustechnikanlage erneuert.

Durch die Verwendung von vorgefertigten Elementen können die Kosten gering gehalten werden. Alle Eingriffe haben keine maßgebenden Veränderungen der Tragstruktur zur Folge und sind auch abschnittsweise umsetzbar. Als Hauptbaustoff wird gesamtheitlich Holz verwendet. Als nachwachsendes, regionales Naturprodukt, das sich leicht verarbeiten lässt und statisch leistungsfähig ist, bietet es alle Vorteile eines modernen Baustoffs, inklusive Recyclingfähigkeit.